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  Von G. Wandt und T. Mielke

Am 20. Dezember wird der längste Bauabsc...
   INFORMATION
Das Projekt wird
vom Regional-
management Ober-
lausitz begleitet und aus Mitteln der GA 'Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur' durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit finanziert.
 
Wirtschaftliche Auswirkungen der B 178
Machbarkeitsstudie zum bestandsnahen Ausbau
Gutachten zur Verkehrsentwicklung auf der B 178 und S 148
 
 
10.09.03
Wirtschaftliche Auswirkungen der B 178
 
Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH) und das Institut für Ökologie und Umweltschutz untersuchten im Juli 1998 die wirtschaftliche Auswirkungen von Straßenbaumaßnahmen in strukturschwachen Randregionen am Beispiel der Bundesstraße B 178 im Landkreis Löbau-Zittau. Im Ergebnis wurden folgende Feststellungen getroffen.

Der gegebene Ausbaustand der Straßenverkehrsinfrastruktur in der Untersuchungsregion stellt ein wirtschaftliches Entwicklungshemmnis („Flaschenhals“) dar. Im Ergebnis werden die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten durch den Neubau der Bundesstraße B 178 von einer überwiegenden Mehrheit der im Rahmen dieser Untersuchung befragten regionalen Unternehmen positiv eingeschätzt. Dies gilt, unter Berücksichtigung der vorhergehenden Anmerkungen, unabhängig von Betriebsgröße oder Branchenzugehörigkeit.

Im einzelnen lassen sich hieraus die folgenden Effekte und Einschätzungen hervorheben: Zu erwarten ist eine Verbesserung von Standortbedingungen und Wettbewerbsposition durch den Ausbau der B 178. Neben Kosteneinsparungen durch Fahrzeitverkürzungen, ist insbesondere das, bei Standortentscheidungen besonderes gewichtige, Kriterium der Marktnähe zu nennen.

Diese Standortverbesserung hat voraussichtlich Steigerungen von Umsätzen, Investitionen und Beschäftigung zur Folge. Diese Erwartung bestätigen zumindest relevante Minderheiten der hier befragten Unternehmen. Soweit konkrete Angaben gemacht wurden, rechnen die betreffenden Unternehmen mit Umsatzsteigerungen in Höhe von 4 Mio. DM/Jahr, einem zusätzlichen Investitionsvolumen von 1,6 Mio. DM sowie 20 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Insgesamt besteht Anlass zu berechtigten Erwartungen, dass der Neubau der B 178 bestehende Entwicklungshemmnisse beseitigt, die Wettbewerbsposition regionaler Unternehmen verbessert und neue Wachstumschancen eröffnet.
 
  wirtschaftsauswirkungen1998.pdf   (ca. 135.7 kByte)  
 
 
 
Machbarkeitsstudie zum bestandsnahen Ausbau
 
Vom Straßenbauamt Bautzen wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die den bestandsnahen Ausbau der B 178 im Bauabschnitt 3 zwischen Löbau und Zittau zum Gegenstand hatte. Im Ergebnis erfolgt der Nachweis, dass folgende Kriterien gegen die Favorisierung des bestandsnahen Ausbaus sprechen.

  • Es können nicht alle Parameter der Kategorie A I bzw. nur mit erhöhtem Aufwand erreicht werden.

  • Es treten wesentliche Verschlechterungen für Anlieger (z.B. Lärmbetroffenheit) und den Busverkehr (10% längere Reisezeit) ein.

  • Die angestrebte verkehrliche Entlastung der B 96 wird nicht erreicht.

  • Die Fahrbahn der alten B 178 muss komplett abgerissen und neu gebaut werden.

  • Die Kosten sind gegenüber dem Neubau um ca. 8,5 Mio. Euro höher.

  • Die Anbaufreiheit kann nur durch Mehraufwendungen zur Schaffung einer Alternativtrasse zur Erschließung der betroffenen Grundstücke erreicht werden.

  • 6 Häuser müssen abgerissen werden.

  • 91 Gebäude werden unmittelbar durch Lärm- und Schadstoffe beeinträchtigt.

  • Es müssen Alternativtrassen für die Buslinie und den langsam fahrenden verkehr geschaffen werden.

  • Es entstehen große Aufwendungen während der Bauzeit, da Umleitungen bei Vollsperrungen unumgänglich sind.

Das beauftragte Planungsbüro empfiehlt der Straßenbauverwaltung, für die Planung der B 178 neu im Bauabschnitt 3 weiterhin die linienbestimmte Neubautrasse zu Grunde zu legen.
 
  machbarkeitsstudie.pdf   (ca. 89.4 kByte)  
 
 
 
Gutachten zur Verkehrsentwicklung auf der B 178 und S 148
 
Für die Analyse der Verkehrssituation auf der B 178/ S 148 wurden 1997 vom Planungsbüro DR. BRENNER + MÜNNICH verschiedene Zähldaten unterschiedlicher Quellen ausgewertet. Daraus ergibt sich folgendes Bild.

Die B 178 hat sich zwischen 1991 und 1995 von einer Bundesstraße mit relativ unproblematischen Verkehrsbelegungen zu einer Straße mit den höchsten Wachstumsraten (im durchgängigen Verlauf) des ostsächsischen Bundesstraßennetzes entwickelt (+40 bis +70%). Auf freier Strecke kam es dabei zu einer stärkeren Angleichung von abschnittsweisen Belastungsunterschieden mit der Tendenz einer durchgehend hohen Belegung zwischen Löbau und Zittau. Parallel dazu konnte ein verstärkter Verdrängungsprozess des Kfz-Verkehrs in das städtische Nebenstraßennetz registriert werden. Weitere charakteristische Merkmale für die bestehende Verkehrssituation sind: ein überdurchschnittlich hoher Schwerverkehrsanteil, der im Stadtgebiet (nördlich der S 148) höher ausfällt als auf freier Strecke südlich von Löbau; eine Ganglinie mit anhaltend hoher Sockelbelegung (> 1 000 Kfz/24h) im gesamten Tagesverlauf (6.00 bis 19.00 Uhr).

Die B 178-neu besitzt eine hohe Verkehrswirksamkeit und erreicht auf den in der Trassenführung weitestgehend feststehenden Abschnitten A 4 - B 6, B 6 - S 148 (OU Löbau) und S 148 - B 178-alt Verkehrsbelegungen von 18 200 - 27 000 Kfz/24h (DTV), woraus ein durchgehend vierstreifiger Neubau abzuleiten ist.

Im Ergebnis dieser Untersuchung ergeben sich aus dem Blickwinkel des Gutachters wesentliche Schlussfolgerungen, die abschließend als Empfehlungen formuliert werden sollen: Es bestätigt sich erneut die generelle Notwendigkeit und Verkehrswirksamkeit der B 178-neu im ostsächsischen Raum. An der vierstreifigen Trassengestaltung sollte festgehalten werden. Das Szenario des Prognosenullfalls ist für die Region des Landkreises nicht vertretbar. Als Reaktion auf die Zuspitzung der Verkehrssituation auf der B 178 in Löbau in den letzten Jahren sollte dem Teilabschnitt B 6 - S 148 eine verstärkte Priorität eingeräumt werden. Die zu Lasten der Strukturentwicklung des Landkreises Löbau-Zittau gehende Verkehrssituation auf der B 178/S 148 erfordert eine Beschleunigung des Planungsprozesses.
 
  verkehrsgutachten1997_.pdf   (ca. 0   Byte)  
 
 
 
 
 
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