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  Von G. Wandt und T. Mielke

Am 20. Dezember wird der längste Bauabsc...
   INFORMATION
Das Projekt wird
vom Regional-
management Ober-
lausitz begleitet und aus Mitteln der GA 'Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur' durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit finanziert.
01.09.12
Schatzsucher an der neuen B 178
 
Von Matthias Klaus
Jörg Behnisch und Kollegen prüfen die Sicherheit von Straßen. Ihre Ausrüstung lässt Beobachter staunen.
Blech ist nicht gleich Blech. Blech kann auch mal eine leere Bierdose sein, die unfreiwillig unter den Asphalt geraten ist. „Da gibt es schon so Überraschungen“, schmunzelt Jörg Behnisch. Er schwenkt ein Gerät vor sich, dass Ähnlichkeit mit einer dieser Apparaturen hat, mit denen Schatzjäger am Strand verlorene Eheringe und anderes Metall aufsammeln. Oder mit denen Mr. Spock einen fremden Planeten erkundet...
Ganz so futuristisch ist das Ganze am Ende doch nicht ganz. Jörg Behnisch und seine Kollegen haben allerdings einen Job, der für die Zukunft wichtig ist. Sie testen, ob Straßen, in dem Fall der neue Knoten Ninive/B178 auch den baulichen Vorschriften entspricht. Und dafür brauchen sie das Blech, dessen Reaktion auf die Technik in Jörg Behnischs Handgerät. „Aller 50Meter sind Bleche in die unterschiedlichen Beläge der Straße eingelassen“, schildert der Experte. Er ist beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr beschäftigt, früher war das als Straßenbauamt bekannt. Jörg Behnisch steuert mit seinem Gerät auf einen pinkfarben markierten Punkt auf dem jungfräulichen Asphalt zu. Nichts, kein Piep. „Das ist mehr so ein Anhaltspunkt für die Baufirma“, beruhigt er und schwenkt um. Ein paar Meter weiter zuckt es auf dem kleinen Monitor. Vier Balken eines Diagramms bilden sich, bleiben dann konstant auf dem Bildschirm stehen. „Hier ist alles in Ordnung. Insgesamt 20 Zentimeter Schicht“, kommentiert Jörg Behnisch.
Alles bestens, keine Wellen
Aha. Vier Zentimeter Verschleißschicht, sechs Zentimeter Bindeschicht und zwölf Zentimeter Tragschicht soll die neue Zufahrt zur B178 in Ninive haben. „Liegt absolut in der Toleranz“, so Jörg Behnisch. Er hat inzwischen nicht nur den neu gebauten Abschnitt zwischen Oderwitz und Herrnhut mit seinem Gerät vermessen– „Alles in bester Ordnung, die Baufirma hat sehr gut gearbeitet“– sondern die Strecke auch geprüft, ob sich nicht irgendwo ungeplante Bodenwellen gebildet haben. Auch in dieser Hinsicht kann Jörg
Behnisch Entwarnung geben: „Alles bestens, keine Wellen.“
Jetzt prüften er und seine Kollegen den neuen Knotenpunkt Ninive. Ihr Fazit: Alles in Ordnung. Am Montag soll der Schülerverkehr auf der Strecke zwischen der B 96 Oderwitz und der alten B178 Herrnhut wieder rollen. „Wenn es das Wetter zulässt, werden wir die Fahrbahnmarkierung aufbringen“, sagt Andreas Biesold, Niederlassungsleiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Dresden.
Und auch wenn das Wetter den Straßenmarkierern einen Strich durch die Rechnung macht: „Dann stellen wir entsprechende Hinweisschilder auf, dass die Markierung noch fehlt“, so Andreas Biesold.
Exklusiv lud er diese Woche die Sächsische Zeitung zu einem Abstecher auf die neue B 178, Ortsumfahrung Herrnhut, ein. Zwischen Ninive, dort endet der asphaltierte Abschnitt Richtung Ruppersdorf, und der Wildbrücke Richtung Oderwitz ist die endgültige Oberfläche schon drauf, auch nach der Wildbrücke bis zum Kreuz Königsholz. Dazwischen fehlen nur ein paar Hundert Meter. „Die kommen wahrscheinlich im nächsten Jahr“, so Andreas Biesold.
Derzeit laufen die letzten Arbeiten an der Wildbrücke. Die Auffüllung mit Boden, die die Brücke zur Brücke macht, fehlt beispielsweise noch.
Meter für Meter zu Fuß
Derweil machen sich Jörg Behnisch und seine Kollegen bereit, die neue B 178 zu testen. Ist sie auch wirklich eben? Ist die Stärke der Asphaltschichten korrekt? Die Kollegen des Landesamtes erlaufen sich die neue Straße Meter für Meter, im wahrsten Sinne des Wortes. „Ist gut gegen den Bauch“, lacht Jörg Behnisch. Er habe schon ganz andere Strecken als die neue Bundesstraße 178 getestet, sagt er, packt sein Messgerät und wandert zum nächsten Blech-Kontrollpunkt.
 
 
 
 
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