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  Von G. Wandt und T. Mielke

Am 20. Dezember wird der längste Bauabsc...
   INFORMATION
Das Projekt wird
vom Regional-
management Ober-
lausitz begleitet und aus Mitteln der GA 'Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur' durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit finanziert.
23.08.12
Das läuft auf der Dauerbaustelle B 178
 
Von Matthias Klaus
Die Prognose, wann die Straße komplett befahrbar ist, wagt in Dresden niemand. Aber: Die
Herrnhut-Umgehung liegt im Plan.

Es soll ja Situationen im Arbeitsleben geben, da kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Ein Beispiel dafür war gestern zwischen Obercunnersdorf und Friedensthal zu erleben. Da rollten plötzlich schwere Motorräder auf die Baustelle der neuen B178, schwarz bekleidete und behelmte Typen stiegen von den Maschinen. Allerdings handelte es sich nicht um ein geheimes Rockertreffen in der Provinz, sondern um eine Motorradausfahrt der Landes-FDP.
Mit dabei: Roland Werner, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und Andreas Biesold, Leiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Niederlassung Bautzen. Das sind ihre aktuellen Informationen zum Baugeschehen an der neuen Bundestraße 178 zwischen der A4 bei Weißenberg und der Neißebrücke Zittau.
Sachsen setzt die B 178
auf Bau-Platz Nummer zwei
„Die neue B 178 steht im sächsischen Landesverkehrswegeplan auf Platz zwei, gleich nach der A72“, sagt Roland Werner. Das bedeutet, so der Staatssekretär: Falls es finanzielle oder personelle Mängel geben sollte, werden A 72 und B 178 bevorzugt und zu Lasten anderer Straßen.Vorhaben im Freistaat behandelt.
„Wenn wir diese Vorhaben verwirklicht haben, ist das Fernstraßennetz in Sachsen auf einem guten Stand“, so Roland Werner.
A4-Anschluss Weißenberg
hat Vorrang vor Oderwitz
Noch ist völlig unklar, wann die Verbindung von der A 4 bei Weißenberg bis Nostitz gebaut wird. „Allerdings ist diese Strecke schon dringender als die Weiterführung der Trasse von der Ortsumfahrung Herrnhut Richtung Zittau“, sagt Staatssekretär Roland Werner. Noch befindet sich allerdings der Abschnitt von der A4 Richtung Löbau in der Planfeststellung. Einwände werden bearbeitet, weil der seltene Ortolan hier brütet, geht nichts voran.
Lkw-Maut zwischen Löbau
und Autobahn möglich
Die Ortsumfahrung Löbau ist vierspurig ausgebaut und deshalb ein Kandidat für eine Lkw-Maut. Die ist für „autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen“, also vierspurige Trassen, möglich. Noch gibt es die Maut rund um Löbau nicht. „Aber wenn die Straße bis zur A4 fertig ist, ist dies durchaus möglich“, so Staatssekretär Roland Werner. Immerhin ist die Strecke von Löbau bis zur Autobahn vierspurig geplant.
Momentan hält sich die Zahl der LKW zwischen Löbau und A 4 allerdings noch in Grenzen: Viele Brummis biegen in Löbau auf die B6 ab und fahren die „herkömmliche“ Strecke über die Anschlussstelle Bautzen.
Herrnhut-Umgehung wird Ende 2013 fertig – wahrscheinlich
Es sieht gut aus für die Ortsumfahrung Herrnhut. Die Brücken bei Obercunnersdorf Richtung Friedensthal sind fertig. Die Kreisstraße zwischen Obercunnersdorf und alter B 178 wird über die neue 178 geleitet, Grund: Lärmschutz für die Siedlung Obercunnersdorf. Die Straße folgt einem künstlichen Tal, steigt dann Richtung Ruppersdorf wieder an. Die entsprechende Überfahrt ist derzeit im Bau, die Schalungen stehen bereits. Auch bei Rupperdorf stehen die Brücken schon: Sie waren als extra Bauaufträge vergeben worden.
„Nun kommt es vor allem auf das Wetter an“, sagt Andreas Biesold, Chef des Bautzener Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Wenn der Winter einigermaßen mitspielt, wird der Plan, Eröffnung Ende 2013, eingehalten. Die wichtige Umgehungstrecke ist etwa zehn Kilometer lang. Es gibt zehn Brücken, sechs Überführungen. Eine Million Kubikmeter Erde müssen bewegt, 127000Quadratmeter Asphalt aufgebracht werden. Damit Landwirte wieder ihre Felder erreichen können, werden über acht Kilometer Wirtschaftswege gebaut. Kosten insgesamt: rund 55 Millionen Euro.
Pferdeberg-Entscheidung
fällt im Oktober
Wann der Baustart für den weiteren fünf-Kilometer-Abschnitt fällt, ist derzeit noch unklar. Fakt ist: „Im Oktober wird der Vergleich der Varianten südliche oder nördliche Umgehung Pferdeberg vorliegen“, so Andreas Biesold. Dann soll eine Entscheidung gefällt werden. Das Amt hatte ursprünglich die Süd-Strecke bevorzugt, ein Öko-Landwirt legte Einspruch ein. Deshalb wurde eine tiefergehende Prüfung der Straßen-Varianten notwendig.
 
 
 
 
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